Freitag, 27. September 2019

Russische Kampfgruppe "Wagner" in Libyen

Russische Gruppe Wagner

Das Konfliktnachrichtenteam (Conflict Intelligence Team, CIT) legte "Beweise" für die Verwicklung des russischen Kampfgruppe "Wagner" in den Libyen-Konflikt vor. 


Nach Angaben der Autoren der Untersuchung stehen die Kämpfer der Wagner-Gruppe auf der Seite der Libyschen Nationalarmee (LNA) von Marschall Khalifa Haftar, die die DW (russische Redaktion) berichtet.

Als einen Beweis betrachtet CIT ein Video, das auf Facebook gepostet wurde und Nachwirkungen des Artilleriebeschusses von LNA-Stellungen in der Nähe des internationalen Flughafens von Tripolis zeigt.



"In einem Fragment sieht man neben dem beschossenen Gebäude einen Lastwagen, der den Ermittlern zufolge dem gepanzerten russischen Fahrzeug "Ural" ähnelt. Solche LKWs benutzen die Kämpfer der Wagner-Gruppe im Sudan und in der Zentralafrikanischen Republik benutzten.

Darüber hinaus veröffentlichte die Gruppe Videos und Fotos von persönlichen Gegenständen, die angeblich von einem Russen hinterlassen wurden. Die Aufnahmen zeigen ein Mobiltelefon und eine Bankkarte der russischen Sberbank, auf der die Ermittler den Namen VADIM BEKSHENEV entziffern konnten.

Die Autoren der "Untersuchung" behaupten, mehrere Profile von Vadim Bekshenev in sozialen Netzwerken gefunden zu haben, zwei von denen die gleiche Person zeigen, wie auf den Fotos aus dem Telefon aus dem Video.

"Vermutlich sprechen wir von einem Oberst des Marinecorps, der möglicherweise in einer militärischen Einheit im Dorf Jantarnyj im Gebiet Kaliningrad gedient hat. Einigen Berichten zufolge ist das eine der geheimsten Dislokationen der Baltischen Flotte ist".

Nach Angaben des Conflict Intelligence Teams gibt es im Telefon, das angeblich Bekshenev gehörte, ein Bild von der Auszeichnung der Wagner-Gruppe "Für den Sieg über den IS". Also kommt CIT zum Schluss, dass der "Oberst" nach seinem Einsatz in der russischen Armee einen Vertrag mit der Wagner-Gruppe unterzeichnet haben könnte, und das Foto der Auszeichnung "zeigt indirekt, dass er als Teil dieser Gruppe an der syrischen Front teilnehmen konnte, woraufhin er nach Libyen überstellt wurde."

Über die "Wagnerianern" auf libyscher Front wurde erstmals Anfang September von Bloomberg berichtet. Zuvor hatte das Conflict Intelligence Team Informationen veröffentlicht, wonach sich Vertreter des Wagner-Kampfgruppe angeblich in der sudanesischen Hauptstadt Khartum aufhalten.

Quelle

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