Montag, 30. September 2019

Norwegen: Provokation gegen Russland

Norwegische Presse über Russen

Russische Botschaft in Oslo bezeichnete den Artikel in der norwegischen Online-Ausgabe AldriMer, wonach russische Spezialeinheiten angeblich auf dem Territorium des Königreichs operierten, als grobe Provokation. 


"Die Informationen, die in dem Artikel von AldriMer.no vom 27. September 2019 über die angeblichen Aktionen der russischen Spezialeinheiten auf Spitzbergen präsentiert wurden, sind eine Fälschung. Wir können sie als nichts anderes als eine grobe Provokation bezeichnen. Wir betrachten die Veröffentlichung als Teil der systematischen Arbeit, die in Norwegen durchgeführt wird, um ein russisches Feindesbild zu kultivieren", erklärte die russische diplomatische Mission in einem Facebook-Post.


Die Botschaft schloss nicht aus, dass dies "ein ungeschickter Versuch" ist, um "die Zuweisung zusätzlicher Mittel zur Bekämpfung der 'russischen Bedrohung' im Vorfeld der Debatte zum norwegischen Verteidigungshaushalt im Oktober zu rechtfertigen".

"Wir halten solche Methoden mit journalistischer Ethik unvereinbar", betonte die Botschaft.

Zuvor hatte das unabhängige Medium AldriMer, das sich mit Verteidigungs- und Sicherheitsfragen Skandinaviens befasst, unter Berufung auf gewisse Quellen in Sicherheitsdiensten berichtet, dass man russische Spezialeinheiten-Soldaten auf dem norwegischen Territorium gesichtet hätte: sowohl auf dem Spitzbergen-Archipel als auch auf dem norwegischen Festland.

Angeblich hätten amerikanischer Aufklärungsflugzeuge Bilder geliefert, die zeigen, dass russische Spezialeinheiten das Gebiet ausspionieren und wichtige Infrastrukturobjekte untersuchen. Diese "Sondertruppenlandung" hat man in Oslo mit russischen Militärübungen in der Barentssee, bei denen sich die russische Nordflotte Spitzbergen näherte, in Verbindung gebracht.

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